Wichtige Begriffe
- Unlautere Geschäftspraxis
- Jede Geschäftspraxis, die den Erfordernissen der beruflichen Sorgfaltspflicht widerspricht und das wirtschaftliche Verhalten des Durchschnittsverbrauchers wesentlich beeinflusst oder dazu geeignet ist [Art. 5 Abs. 2].
- Durchschnittsverbraucher
- Maßstabsfigur des EU-Rechts: ein angemessen gut unterrichteter, aufmerksamer und kritischer Verbraucher. Bei besonders schutzbedürftigen Gruppen wird auf das durchschnittliche Mitglied dieser Gruppe abgestellt [Art. 5 Abs. 3].
- Irreführende Handlung
- Eine Geschäftspraxis, die falsche Angaben enthält oder durch ihre Gesamtpräsentation den Verbraucher über wesentliche Produktmerkmale, Preis, Rechte oder die Identität des Gewerbetreibenden täuscht [Art. 6].
- Irreführende Unterlassung
- Das Vorenthalten, Verheimlichen oder unklare Bereitstellen wesentlicher Informationen, die der Verbraucher für eine informierte Entscheidung benötigt [Art. 7 Abs. 1, 2].
- Aggressive Geschäftspraxis
- Eine Praxis, die durch Belästigung, Nötigung oder unzulässige Beeinflussung die Entscheidungsfreiheit des Verbrauchers erheblich beeinträchtigt [Art. 8].
- Berufliche Sorgfalt
- Der Standard an Fachkenntnissen und Sorgfalt, der nach anständigen Marktgepflogenheiten und dem Grundsatz von Treu und Glauben im jeweiligen Tätigkeitsbereich erwartet werden kann [Art. 2 lit. h].
- Online-Marktplatz
- Ein Dienst, der es Verbrauchern ermöglicht, über Software (Website oder App) Fernabsatzverträge mit Gewerbetreibenden oder anderen Verbrauchern abzuschließen [Art. 2 lit. n].
- Ranking
- Die relative Hervorhebung von Produkten, wie sie vom Gewerbetreibenden dargestellt, organisiert oder kommuniziert wird, unabhängig von den technischen Mitteln [Art. 2 lit. m].
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen irreführenden und aggressiven Geschäftspraktiken?
Gilt die Richtlinie auch für B2B-Geschäfte?
Welche Sanktionen drohen bei einem Verstoß?
Was änderte die Omnibus-Richtlinie (EU) 2019/2161 an der UGP-Richtlinie?
Was ist die 'Schwarze Liste' in Anhang I?
Wie ist die Richtlinie in Deutschland umgesetzt?
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