Wichtige Begriffe
- In-vitro-Diagnostikum (IVD)
- Medizinprodukt zur Untersuchung von aus dem menschlichen Körper stammenden Proben, das Informationen über physiologische oder pathologische Zustände, Krankheitsprädispositionen oder Therapieüberwachung liefert [Art. 2 Nr. 2].
- Benannte Stelle (Notified Body)
- Von einem Mitgliedstaat benannte und bei der Kommission notifizierte Konformitätsbewertungsstelle, die IVD-Produkte der Klassen B, C und D prüft und Bescheinigungen ausstellt [Art. 31 ff.].
- Leistungsbewertung (Performance Evaluation)
- Fortlaufender Prozess zur Bewertung der wissenschaftlichen Validität, Analyseleistung und klinischen Leistung eines IVD-Produkts als Grundlage für den klinischen Nachweis [Art. 56, Anhang XIII].
- Therapiebegleitendes Diagnostikum (Companion Diagnostic)
- IVD-Produkt, das für die sichere und wirksame Anwendung eines zugehörigen Arzneimittels wesentlich ist — z. B. zur Patientenidentifikation vor Therapiebeginn [Art. 2 Nr. 7].
- UDI (Unique Device Identification)
- Einmalige Produktkennung bestehend aus Produktkennung (UDI-DI) und Herstellungskennung (UDI-PI), die eine eindeutige Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen IVD-Produkts ermöglicht [Art. 24, Anhang VI Teil C].
- EU-Konformitätserklärung
- Vom Hersteller ausgestelltes Dokument, das die Übereinstimmung des Produkts mit den Anforderungen der IVDR bestätigt und die Verantwortung des Herstellers dokumentiert [Art. 17].
- EU-Referenzlaboratorium
- Von der Kommission benanntes Labor, das Klasse-D-Produkte im Rahmen der Konformitätsbewertung prüft und die Chargenprüfung bei bestimmten Hochrisiko-IVD übernimmt [Art. 100].
Häufige Fragen
Welche IVD-Risikoklasse gilt für mein Produkt?
Was ändert sich durch die Verlängerungsverordnung (EU) 2024/1860?
Brauche ich für ein Klasse-A-Produkt eine Benannte Stelle?
Was ist eine Leistungsbewertung nach IVDR und wann muss sie aktualisiert werden?
Was passiert mit Produkten, die noch eine Bescheinigung nach der alten Richtlinie 98/79/EG haben?
Welche Pflichten hat ein Importeur von IVD-Produkten?
Was ist EUDAMED und wann wird die Datenbank verpflichtend?
Werkzeuge & Vorlagen
KI-generierte Compliance-Hilfen
1. Gap-Analyse Checkliste
Haben Sie ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) eingerichtet, das der Risikoklasse und der Art Ihrer IVD-Produkte angemessen ist?
Haben Sie ein Risikomanagementsystem etabliert, das über den gesamten Lebenszyklus des Produkts aufrechterhalten und kontinuierlich aktualisiert wird?
Haben Sie für jedes Produkt eine technische Dokumentation gemäß den Anhängen II und III der IVDR erstellt und halten Sie diese auf dem neuesten Stand?
2. SOP-Vorlagen
SOP: Erstellung und Pflege der Technischen DokumentationArt. 10(4), Anhang II, Anhang III
Zweck: Sicherstellung, dass für alle IVD-Produkte eine konforme, vollständige und aktuelle Technische Dokumentation gemäß IVDR erstellt und gepflegt wird.
Geltungsbereich: Diese SOP gilt für alle IVD-Produkte, die vom Unternehmen entwickelt, hergestellt und in der EU in Verkehr gebracht werden.
- 1
Initiierung des Prozesses bei Neuentwicklung oder wesentlicher Änderung eines Produkts.
Verantwortlich: Produktmanager | Output: Auftrag zur Erstellung/Aktualisierung der Technischen Dokumentation (TD).
- 2
Zusammenstellung der Dokumente gemäß Anhang II, inkl. Produktbeschreibung, Spezifikationen, Kennzeichnung, Informationen zu Auslegung und Herstellung, grundlegende Sicherheits- und Leistungsanforderungen, Nutzen-Risiko-Analyse, Risikomanagement und Leistungsbewertung.
Verantwortlich: Regulatory Affairs Manager | Output: Entwurf der TD (ohne PMS-Teil).
- 3
Erstellung des Plans zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen (PMS-Plan) gemäß Anhang III.
Verantwortlich: PMS-Verantwortlicher | Output: Entwurf des PMS-Plans als Teil der TD.
- 4
Prüfung der gesamten TD auf Vollständigkeit, Korrektheit und Konformität mit der IVDR.
Verantwortlich: Für die Einhaltung der Vorschriften zuständige Person (PRRC) | Output: Prüfprotokoll und ggf. Änderungsanforderungen.
- 5
Formale Freigabe der Technischen Dokumentation.
Verantwortlich: Leiter Qualitätssicherung / Geschäftsführung | Output: Freigegebene Technische Dokumentation.
- 6
Archivierung der freigegebenen TD und Einrichtung eines Prozesses zur kontinuierlichen Aktualisierung bei Produktänderungen, neuen PMS-Erkenntnissen oder Gesetzesänderungen.
Verantwortlich: Regulatory Affairs Manager | Output: Archivierte TD und aktiver 'Living Document'-Prozess.
Prüffrequenz: Jährlich sowie bei jeder wesentlichen Änderung
3. Textbausteine
Muster: EU-KonformitätserklärungArt. 17, Anhang IV
Anwendungsfall: Erstellung der rechtlich erforderlichen EU-Konformitätserklärung durch den Hersteller, um die Konformität eines Produkts mit der IVDR zu bescheinigen.
Platzhalter: Produktname/Modell, Basis-UDI-DI, Name und Anschrift des Herstellers, SRN des Herstellers, Eindeutige Produktidentifikation, Klasse A/B/C/D, Name der Benannten Stelle, Kennnummer, Anhang IX/X/XI, Bescheinigungsnummer, Verweis auf angewandte Gemeinsame Spezifikationen (GS) oder harmonisierte Normen, Ort, Datum, Name, Funktion der unterzeichnenden Person(en)
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