Wichtige Begriffe
- Medizinprodukt
- Instrument, Apparat, Gerät, Software, Implantat oder anderer Gegenstand mit medizinischer Zweckbestimmung, dessen Hauptwirkung nicht pharmakologisch, immunologisch oder metabolisch erreicht wird [Art. 2 Nr. 1].
- Benannte Stelle (Notified Body)
- Konformitätsbewertungsstelle, die gemäß der MDR von einem Mitgliedstaat benannt wurde, um Konformitätsbewertungen für Medizinprodukte höherer Risikoklassen durchzuführen [Art. 2 Nr. 42].
- UDI (Unique Device Identification)
- Einmalige Produktkennung aus numerischen oder alphanumerischen Zeichen, die eine eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung einzelner Medizinprodukte auf dem Markt ermöglicht [Art. 2 Nr. 15, Art. 27].
- Klinische Bewertung (Clinical Evaluation)
- Systematischer und geplanter Prozess zur kontinuierlichen Generierung, Sammlung, Analyse und Bewertung klinischer Daten, mit dem Sicherheit und Leistung eines Produkts überprüft werden [Art. 2 Nr. 44].
- Konformitätsbewertung (Conformity Assessment)
- Verfahren, nach dem festgestellt wird, ob die Anforderungen der MDR an ein Produkt erfüllt worden sind — je nach Risikoklasse unter Einbeziehung einer Benannten Stelle [Art. 2 Nr. 40, Art. 52].
- Überwachung nach dem Inverkehrbringen (Post-Market Surveillance)
- Vom Hersteller systematisch durchgeführte Erhebung und Auswertung von Erfahrungen mit in Verkehr gebrachten Produkten zur Identifizierung von Korrekturmaßnahmen [Art. 83].
- EU-Konformitätserklärung (EU Declaration of Conformity)
- Erklärung des Herstellers, dass ein Produkt den geltenden Anforderungen der MDR entspricht — Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung und das Inverkehrbringen [Art. 19].
Häufige Fragen
Welche Übergangsfristen gelten für Produkte mit Altrecht-Bescheinigungen?
Was ändert sich bei der klinischen Bewertung unter der MDR?
Ab wann müssen Produkte eine UDI tragen?
Welche Pflichten haben Importeure und Händler?
Was ist eine Benannte Stelle und wie finde ich eine?
Gilt die MDR auch für Software als Medizinprodukt (SaMD)?
Welche Vigilanz-Pflichten bestehen unter der MDR?
Werkzeuge & Vorlagen
KI-generierte Compliance-Hilfen
1. Gap-Analyse Checkliste
Wurde für jedes Produkt (das keine Sonderanfertigung ist) eine Technische Dokumentation (TD) erstellt und wird diese aktuell gehalten?
Enthält die Technische Dokumentation eine vollständige Produktbeschreibung und Spezifikation gemäß Anhang II?
Ist die Risikoklasse des Produkts in der TD dokumentiert und die Anwendung der Klassifizierungsregeln (Anhang VIII) begründet?
2. SOP-Vorlagen
SOP: Erstellung und Pflege der Technischen DokumentationArt. 10 Abs. 4, Anhang II, Anhang III
Zweck: Diese SOP beschreibt den Prozess zur Erstellung, Überprüfung, Genehmigung und Pflege der Technischen Dokumentation (TD) für Medizinprodukte, um die Konformität mit der Verordnung (EU) 2017/745 sicherzustellen.
Geltungsbereich: Diese SOP gilt für alle Medizinprodukte, die vom Unternehmen als Hersteller in Verkehr gebracht werden, mit Ausnahme von Sonderanfertigungen.
- 1
Initiierung der TD-Erstellung für ein neues oder geändertes Produkt. Zusammenstellung des Projektteams.
Verantwortlich: Produktmanager / Projektleiter | Output: Projektplan für die TD-Erstellung.
- 2
Zusammentragen aller erforderlichen Informationen und Dokumente gemäß der Struktur von Anhang II und III (z.B. Produktbeschreibung, Risikomanagement-Akte, Verifizierungs- & Validierungsberichte, PMS-Plan).
Verantwortlich: Regulatory Affairs Manager in Kooperation mit F&E, QM, Klinische Bewertung | Output: Sammlung aller Quelldokumente für die TD.
- 3
Erstellung des Entwurfs der Technischen Dokumentation in einer klaren, organisierten und durchsuchbaren Form.
Verantwortlich: Regulatory Affairs Manager | Output: Entwurf der Technischen Dokumentation.
- 4
Interdisziplinäre Überprüfung des TD-Entwurfs auf Vollständigkeit, Korrektheit und Konsistenz.
Verantwortlich: PRRC, Leiter F&E, Leiter QM, Leiter Klinische Bewertung | Output: Geprüfter TD-Entwurf mit Kommentaren.
- 5
Finale Genehmigung und Freigabe der Technischen Dokumentation.
Verantwortlich: PRRC / Geschäftsführung | Output: Freigegebene Version der Technischen Dokumentation.
- 6
Archivierung der freigegebenen TD im Dokumentenmanagementsystem. Einrichtung eines Überprüfungszyklus und Trigger für Aktualisierungen (z.B. Produktänderungen, neue PMS-Daten, regulatorische Änderungen).
Verantwortlich: Qualitätsmanagement | Output: Archivierte TD; definierter Prozess zur Aufrechterhaltung.
Prüffrequenz: Jährlich sowie bei jeder relevanten Produkt- oder Prozessänderung.
3. Textbausteine
Muster: EU-KonformitätserklärungAnhang IV
Anwendungsfall: Zur rechtsverbindlichen Erklärung der Konformität eines Medizinprodukts mit der Verordnung (EU) 2017/745. Dieses Dokument ist eine Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung.
Platzhalter: [Name des Herstellers], [SRN des Herstellers], [Anschrift des Herstellers], [Name des Bevollmächtigten], [SRN des Bevollmächtigten], [Anschrift des Bevollmächtigten], [Basis-UDI-DI], [Produkt- und Handelsname], [Produktcode/Katalognummer], [Zweckbestimmung des Produkts], [Risikoklasse], [ggf. weitere Rechtsvorschriften auflisten], [Referenzen auf Normen/Spezifikationen auflisten], [Name und Kennnummer der Benannten Stelle], [Anhangsnummer des Verfahrens], [Kennzeichnung der Bescheinigung(en)], [ggf. zusätzliche Informationen], [Ort und Datum], [Name und Funktion des Unterzeichners]
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